Adelaar

Das Schicksal des alten Schiffes schien besiegelt. Die Adelaar, zur Kaiserzeit in Holland gebaut, rostete in einem Hafen an der Ostsee vor sich hin. Niemanden in der früheren DDR interessierte der in die Jahre gekommene Lastkahn. Er hatte seine Zeit als Küstensegler hinter sich. Dann entdeckte ihn Bernd Pfeiffer, der eigentlich nur einen Anker suchte. Er fand ihn mit der Adelaar daran. Behutsam und über Jahre restaurierte er die Brigg. Heute ist sie ein komfortables Charterschiff, meistens in Indonesien unterwegs, zu den besten Tauchplätzen der Welt. Ein Törn ging neulich ab Bali los – Kurs Komodo Nationalpark.

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Madagaskar

Es ist lange her, da brach im Südosten Afrikas ein Stück vom Land ab und driftete ins Meer hinaus. Es liegt jetzt eine Tagesreise mit dem Schiff entfernt vor Mosambik. Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Seit 150 Millionen Jahren isoliert, entwickelte sich dort eine einzigartige Naturlandschaft mit seltenen Pflanzen- und Tierarten. Die Menschen im Land der Lemuren und Chamäleons, des Parfüms und der Vanille sind bitterarm – und doch ist es ein Paradies, über und unter Wasser. Nosy Be, die „große Insel“, ist mit rund 20 Kilometern Durchmesser der paradiesische Außenposten im Kleinen.

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Am Rand der Welt

Die Fidschi-Inseln – wer sie auf der Weltkarte sucht und rechts am Rand entdeckt, sucht links erneut. Das liegt am 180. Längengrad, der auf beiden Seiten die Grenzlinie der Erde bildet. Die Fidschis darauf markieren gleichsam das Ende der Welt, im Osten und im Westen. „Es gibt kaum Plätze auf dem Planeten, die so schön sind“, sagt Jean-Michel Cousteau. Die Vielfalt des Lebens unter Wasser sei überwältigend. Der Dokumentarfilmer trägt die Legende seines Vaters im Namen. Das übt Zugkraft aus. Die Inseln rücken näher heran als Reiseziel.

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Das Hotel

Es gibt viele Geschichten über das Tauchen. Wenige bleiben haften, weil darin von einem Hotel die Rede ist. Lady Di war dort, auch Mick Jagger. Die Geschichte führt wieder in eine entlegene Inselwelt; der Seefahrer Vasco da Gama entdeckte sie vor 500 Jahren für Portugal. Später kamen die Holländer. Die Molukken wurden als Gewürzinseln ausgebeutet – Muskatnussbäume prägen bis heute die Landschaft. Sie ist auch unter Wasser einzigartig. Die kleine Insel Banda Naira liegt im Südosten. Es gibt dort eine Tauchbasis abseits des Massengeschmacks – und das im Kolonialstil erbaut Hotel Maulana in der Nähe des kleinen Hafens.

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Keine Angst vorm großen Hai

„Das ist unser Leben, Mann.“ Onas, der Fischer, lacht. Er zeigt aufs Meer, wo die Sonne zu sinken beginnt. Ein Braunpelikan segelt über das kräuselnde Wasser; die kleinen Wellen reflektieren die Strahlen in alle Richtungen. Aus der Jukebox in Rosies Restaurant driften Reggae-Rhythmen herüber. Der Anlegesteg, weit hinaus gebaut, ist die erste Landmarke der Insel, oder die letzte, wie man’s nimmt. Das Wasser gluckert unter den Fischerbooten und denen für Touristen, die manchmal zum Angeln rausfahren. „Und dann sind da die Verrückten“, sagt Onas. Sie gehen bei Haiforscher Erich Ritter in die „Sharkschool“.

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